Bericht über die Hymer Aktionärsversammlung 2009
 

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Die Aktionärsversammlung in einer ganz anderen Atmosphäre

 

Bei 0 °C, etwas Hochnebel aber auch viel Sonne fanden sich am 04. Februar 2009 die Hymer-Aktionäre zur Hauptversammlung im Kultur- und Kongresszentrum – im Schatten der grossen Basilika – in Weingarten ein.

 

Nach dem 2. Frühstück im Foyer mit Kaffee, Tee, herzhaften Butterbaguettes und Brezeln, begann um 11.03 Uhr im festlich gedeckten, nicht überfüllten, Welfensaal des „Hotel Mövenpick“ die HV. Die meisten Teilnehmer waren wie immer 50 +.

 

Herr Erwin Hymer sass diesmal mit seiner Frau als Aktionär mit im Publikum.
Als 1. Redner begrüsste Herr Prof. Dr. Gottschalk, der Nachfolger von Herrn Hymer, als Aufsichtsratvorsitzender die Teilnehmer und erläuterte den Ablauf der Versammlung.

 

Er bedankte sich bei Herrn Hymer für den guten Übergang und sprach ihm seine Anerkennung aus. Applaus.

 

Herrn Burkert, der auch anwesend war und nach 18 Jahren als kaufmännischer Vorstand zum Ablauf des Geschäftsjahres am 31. August 2008 ausgeschieden ist, sprach Herr Prof. Dr. Gottschalk ebenso Dank und Anerkennung für seine langjährige Tätigkeit im Konzern aus. Applaus.

 

Bei beiden Herren bedankte er sich auch für weiterhin gute Beratung.

 

Danach ergriff Herr Pfaff das Wort und stellt sich als Nachfolger von Herrn Burkert vor. Er ist 53 Jahre alt, von Beruf Kaufmann und ist schon 25 Jahre für den Hymer-Konzern, zuletzt als Vorstand bei Laika in Italien, tätig.

 

Zur Lage des Konzerns führte er folgendes aus: (Wir zitieren einige Passagen aus dem Geschäftsbericht). Das Unternehmen hat ein Geschäftsjahr 2007/2008 mit zwei verschiedenen Perioden erlebt. Acht positiv verlaufenen Monaten folgten vier Monate mit schwersten Verwerfungen in den Märkten und im Absatz des Hymer-Konzerns. Wir sind mit dem Ablauf des Geschäftsjahres insgesamt nicht zufrieden.

 

Für den dramatisch rückläufigen Verkauf von Freizeitfahrzeugen waren im Wesentlichen überhöhte Lagerbestände bei den Händlern verantwortlich. Händler gerieten vermehrt in Finanzierungsengpässe und stellten die Bestellung neuer Fahrzeuge zugunsten des Abverkaufs von Fahrzeugen aus dem Altbestand zurück.

Die Kaufneigung und das Kaufklima im europäischen Markt für Freizeitfahrzeuge sind offensichtlich unter dem Eindruck hoher Kraftstoffpreise, der öffentlichen Klimadiskussion um Feinstaub sowie Euro 4 – Steuer und unter der zunehmenden Verunsicherung durch die Finanzkrise gehemmt.

 

Das Unternehmen hat auf die Absatzkrise mit einem ganzen Bündel von Massnahmen schnellst möglich reagiert. Die Fertigungskapazitäten wurden reduziert und damit das Produktionsvolumen konsequent der Markt– und Auftragslage soweit wie möglich angepasst. Ein Ende der Markt- und Absatzkrise ist derzeit zwar noch nicht absehbar, aber es gibt positive Indizien. Mit dem Abklingen der Finanzkrise und wieder positiven Konjunkturaussichten wird unser Geschäft erneut profitabel wachsen. Wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, das Unternehmen auf rentablen Wachstumskurs zu bringen.

 

Als 3. Redner sprach Herr Dr. Knüppel als technischer Vorstand.

 

Durch den Markteinbruch ist der Verkauf von Freizeitfahrzeugen von Mai bis August 2008 um 25 – 30 % eingebrochen. Die Fahrzeugproduktion wurde der Situation angepasst. Die Fahrzeugproduktion wurde vorerst um 35 – 40 % zurückgefahren. Um nicht weiter auf Halde zu produzieren, wird in Zukunft vorwiegend auftragsbezogen produziert. Für das laufende Geschäftsjahr wurde keine Prognose abgegeben. Eine nennenswerte Verbesserung der Situation wird wahrscheinlich nicht vor 2011 zu erwarten sein.

 

Der Personalbestand musste leider an die jetzige Situation angepasst werden.
Danach bedankt sich Herr Prof. Dr. Gottschalk für die von Vorstand und Belegschaft geleistete Arbeit.

 

Weitere 5 Redner trugen ihre Fragen und Beanstandungen vor.
Einer forderte in seiner Ausführung sogar den Rücktritt des Bundespräsidenten, warum war nicht so ganz ersichtlich. Es wurde als „karnevalistische Einlage“ eingestuft.

 

Ein weiterer Redner forderte Herrn Hymer auf, auf seine Dividende zugunsten von Arbeitsplätzen zu verzichten.

 

Danach beantwortete der Vorstand die Fragen der einzelnen Redner.
Die Abstimmungen zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung wurden mit 99,80 – 99,99 % Ja-Stimmen angenommen. Die Nein-Stimmen und Enthaltungen wurden wieder Ruck-Zuck elektronisch erfasst.

 

Der Aktienkurs ist von Januar 2008 bis Januar 2009 von Euro 78 auf ca. Euro 21 gefallen.

 

Um 14.47 Uhr schloss Herr Prof. Dr. Gottschalk die HV und lud zur „Naturaldividende“ ein, die aus leckerem Schweinebraten mit Sauce, Spätzle und Möhrengemüse bestand. Wein und Dessert fielen in diesem Jahr der Finanzkrise zum Opfer.

 

Nach dem Essen wurde (wer wollte) Kaffee oder Espresso serviert. Erfrischungsgetränke aller Art gab es wie immer reichlich.

 

Wir erlebten eine HV, die durch verhaltenen Optimismus für die Zukunft geprägt war.

 


Herlichen Dank für diesen Bericht an Maria und Willy Otten.


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